Wider dem Alltagssexismus!

Dass Alltagssexismus und Street Harassment keine Seltenheit sind, wissen die meisten jungen Frauen bereits. Jetzt wollen sie sich wehren.

Wann immer Frauen oder Mädchen in gemischten Gesprächsrunden von ihren Erlebnissen mit sexueller Belästigung in der Öffentlichkeit oder Alltagssexismus erzählen fällt vielen Jungs nur noch die Kinnlade runter. Ein Mann setzt sich in der Bahn neben dich und holt sich einen runter? Klar, schon erlebt. Deutlich ältere Jungs die im Bus hinter dir sitzen streicheln dir mehrfach über die Haare. Klar, kenn ich auch. Nackte Männer die sich im Park in den Büschen verstecken und dich beobachten? Ebenfalls schon erlebt. Anzügliche Sprüch, angrapschen, Exhibitionismus, so gut wie jede junge Frau musste sich in ihrem Leben mit solchen sexistischen Handlungen schon auseinander setzen.

Aber viele Frauen wollen sich dies nicht länger einfach gefallen lassen müssen. In immer mehr Städten gibt es zum Beispiel Webseiten, auf denen Mädchen und Frauen ihre Erfahrungen und unangenehme Begegnungen mit Alltagssexismuss aufschreiben können. Dies soll einerseits den betroffenen Frauen und Mädchen zeigen können, „Du bist nicht allein mit deinen Erfahrungen“ und gleichzeitig eine Awareness für das Thema Belästigung im Alltag schaffen. In Deutschland gibt es zum Beispiel die Webseites http://berlin.ihollaback.org/ oder http://dresden.ihollaback.org/. Allein die Erfahrung, nicht allein mit solchen Erlebnissen zu sein und sich Austauschen zu können, kann vielen Frauen bereits weiterhelfen. Und vielleicht hilft es auch, wenn Männer einmal merken, dass solche Ereignisse nicht irgendwem irgendwo passieren, sondern in ihrer Stadt, auf ihrem Weg nach Hause, ihren Freundinnen, Bekannten, Schwestern.

Das diese Einrichtungen keine deutsche Erfindung ist (das erste Hollaback Blog wurde im Jahr 2005 von sieben Frauen und Männern in New York City ins Leben gerufen) in es diese mittlerweile in immer mehr Ländern gibt zeigt auch, dass Frauen in allen Ländern von Alltagssexismus und Belästigungen betroffen sind.

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Eine Antwort zu Wider dem Alltagssexismus!

  1. Name (erforderlich) schreibt:

    Uörks. Entschuldige mein Klugscheißen, aber ‚wider‘ geht immer noch mit dem Akkusativ. Ansonsten danke für den Artikel.

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