„Die Tiefstaplerinnen“

Frauen studieren, machen gute Abschlüsse, in Führungspositionen in Unternehmen schlägt sich das jedoch trotzdem nicht nieder. Warum das so ist, untersuchen Psychologinnen der Universität Iserlohn http://www.bits-iserlohn.de/de/bits-aktuell/2012/diversity-gerne-gleichstellung-nein-danke/

„Die Kompetenzeinschätzung im Kontext der Gehaltsverhandlungen kann bereits beim Berufsaufstieg für Hochschulabsolventinnen den ersten Grundstein für spätere Entgeltungleichheit im Beruf legen“, erklärt die Absolventin Pia Hahn. „Frauen müssen vor allem selbst aktiv werden, sich ihrer beruflichen Ziele bewusst sein und sich für diese einsetzen“. Mit einem sozialpsychologischen Modell will Hahn aufzeigen, welche Maßnahmen Hochschulen ergreifen müssen, um Hochschulabsolventen beiden Geschlechts schon bei der Gehaltsverhandlung die Basis für ein späteres gleiches Entgelt zu ermöglichen.

Diese interessante Studie und ihre Ergebnisse wurden auch in der letzten Sendung von Frau-TV aufgegriffen (5.4.2012). Der Beitrag ist (noch) unter http://www.wdr.de/tv/frautv/sendungsbeitraege/2012/0405/thema_4.jsp anschaubar.

Die betreuende Professorin, Frau Stangel-Meseke, 2008 von der damaligen Bundes-Familienministerin Ursula von der Leyen in die Sachverständigen-Kommission berufen, die den Gleichstellungsbericht der Bundesregierung erstellte, sieht weiterhin erheblichen Handlungsbedarf in Punkto Gleichstellung: „Die aktuelle Diskussion um Gleichstellung 2012 dreht sich auch nach dem hochgelobten und vielseitig rezipierten ersten Gleichstellungsbericht um die bekannten Themen der Gleichstellung – als da wären die Einführung einer Frauenquote zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen, generelle Aufwertung von Frauenberufen, Beseitigung von Mini-Jobs, Einführung von Mindestlöhnen, weibliche Teilzeit als Erwerbsbiografie-Falle und Entgeltungleichheit. Es wird sogar nachdrücklich auf eine drohende Altersarmut der Frauen verwiesen.“

Alles Punkte, die wir Jusos natürlich auch schon lange fordern…

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