„Die antifeministische Männerrechtsbewegung“

Anfang Februar hat Hinrich Rosenbrock für die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung die Studie „Die antifeministische Männerrechtsbewegung“ herausgebracht, die ihr kostenlos hier:

http://www.boell.de/publikationen/publikationen-antifeministische-maennerrechtsbewegung-13838.html

herunterladen könnt.

Hier nur ein kleiner Ausschnitt:

Für Antifeminist_innen sind alle Männer heute Opfer. Sie werden benachteiligt und untergebuttert. Sie sind es eigentlich, die heute Gleichstellung brauchen.
Das markiert einen Bruch zum früheren Antifeminismus, der «nur» von der natürlichen Vorherrschaft der Männer ausging. Die nun eingeforderte Gleichheit ist allerdings nur partikular: Männliche (Vor-)Rechte sollen gegenüber den Frauen verteidigt bzw. durchgesetzt werden. Männerrechte als Menschenrechte stehen dabei nicht im Fokus.

Diese Kategorisierung der Männer als Opfer ist empirisch nicht haltbar. In jeder Gesellschaft mit Ungleichheit sind zwar auch Männer benachteiligt und von Unterdrückung und Geschlechterstereotypen betroffen. Fakten widerlegen aber gängige antifeministische Propaganda, wie z.B. die von den 400 Scheidungswaisen täglich oder die infame Behauptung, dass Vergewaltigungsklagen mehrheitlich auf falschen Beschuldigungen basierten. Die Antifeminist_innen könnten eigentlich viel vom Feminismus lernen, der sich erfolgreich gegen die Stereotypisierung von Frauen als Opfer zur Wehr gesetzt hat.

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