Jetzt kann’s los gehen – das Sommermärchen 2011

Fußball-WM der Frauen 2011 in Deutschland

Pünktlich zum Start der Frauen-Fußball-WM 2011 lässt sich die Sonne über Bonns Dächern blicken. Heute geht’s los – über 650.000 Tickets sind verkauft worden. Nur 75% der angebotenen Tickets sagen die einen.  Im Vergleich zu den üblichen 300 ZuschauerInnen, die sich bei Bundesligaspielen einfinden eine ganze Menge, sagen die anderen.

Die Frauen-Fußball WM im eigenen Land soll jedoch nicht nur ein neues Sommermärchen bringen – der Druck, der auf den als Favoritinnen geltenden Deutschen Fußballfrauen lastet, ist enorm – auch die Hoffnungen, dem Frauenfußball, aber auch dem Frauensport im allgemeinen höhere Aufmerksamkeit und Annerkennung zu bescheren, sind damit verbunden.

Trotz hartem Training und tollen Erfolgen können sich die meisten Spitzensportlerinnen aus Mannschaftssportarten wie Fußball, Hockey oder Basketball allein über den Sport nicht finanzieren. Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen sind hier Gang und Gäbe und gehen über die üblichen 23% weit hinaus. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist auch hier noch lange nicht angekommen.

Die Jusos Sachsen-Anhalt haben sich übrigens auf dem letzten Bundeskongress in einem (zugegebenermaßen etwas kurzen) Antrag mit dieser Thematik beschäftigt. Wurde leider nicht behandelt.

Natürlich dürfen wir die Frauenfußball-WM nicht mit feministischen und emanzipatorischen Erwartungen überladen. Die Debatten, die sich um die aktuelle Playboy-Strecke mit einigen Bundesligaspielerinnen entbrannt hat, zeigt dies sehr schön. Die Hoffnung auf drei Wochen, in denen allein „unsere Mädels“ im Fokus der Aufmerksamkeit stehen, tolle Spiele und ein zweites Sommermärchen ist jedoch gewiss nicht übertrieben.

Jetzt aber auf ins Bonner Frauenmuseum, Fußball gucken –  gleich ist ja schon Anstoß zum ersten WM-Spiel der deutschen Damen.

Übrigens: erst im Jahr 1970 hab der DFB das Verbot von Frauenfußball auf

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Eine Antwort zu Jetzt kann’s los gehen – das Sommermärchen 2011

  1. Katharina schreibt:

    Weitere Infos zu Vermarktung und Gehaltsunterschiede unter http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,769472,00.html
    Vielen Dank an Julian Zado für diesen Hinweis!

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