Lesung: Feminismus – und morgen? 21. Juni 2011 in Bonn

Hier die Einladung der AsF Bonn zur Lesung „Feminismus – und morgen“ von und mit: mir.

Sehr geehrte fraupolitisch Interessierte in Bonn,

die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) lädt ein zur Lesung mit Katharina Oerder aus ihrem neuen Buch „Feminismus – und morgen? Gleichstellung jetzt“, in dem sie zusammen mit Inge Wettig-Danielmeier die Frage diskutiert, ob der Feminismus heute überflüssig geworden ist.

am Dienstag, den 21.6.2011

um 19:00 Uhr

im Cafe Ludwigs am Sterntor, Vivatsgasse 8 (Bottlerplatz bei C&A), 53111 Bonn, www.ludwigs-bonn.de

Die Frauenbewegung hat im Laufe ihrer Geschichte in Deutschland viel erreicht: Wir haben heute eine Bundeskanzlerin, Frauen studieren sehr erfolgreich, gehen zur Bundeswehr, fliegen zum Mond. Ist die Gleichstellung der Geschlechter damit erreicht, der Feminismus heute überflüssig geworden?

„Nein“, sagen Inge Wettig-Danielmeier und Katharina Oerder. Allen rechtlichen Grundlagen zum Trotz sind die Ziele der Frauenbewegung noch lange nicht verwirklicht. Noch immer sind weit weniger Frauen in Vollzeit erwerbstätig als Männer. Frauen verdienen bei gleicher Qualifikation durchschnittlich erheblich weniger als Männer. Lediglich ein verschwindend geringer Prozentsatz der wirtschaftlichen und politischen Führungspositionen ist von Frauen besetzt.

Inge Wettig-Danielmeier beschreibt die Entwicklung der Frauenbewegung seit ihren Anfängen im 18. Jahrhundert und vergleicht dabei die Entwicklung in Deutschland mit der anderer Länder Europas. Nachdem sie sich seit fast 50 Jahren für gleiche Chancen von Frauen und Männern einsetzt, ist sie überzeugt: Wenn Chancengleichheit nicht im freien Spiel der Kräfte entsteht, muss die Politik nachhelfen. Sie fordert u.a. klare Quoten, eine Abschaffung des Steuersplittings und familienfreundliche Arbeitszeitmodelle.

Katharina Oerder tritt für einen neuen politischen Feminismus jenseits individualistischer Ansätze ein: von allen Frauen für alle Frauen, unabhängig von sozialer Schicht und Bildungsniveau. Leidenschaftlich plädiert sie für mehr Solidarität in den verschiedenen feministischen Strömungen. und mehr Toleranz unter politischen Mitstreiterinnen und Mitstreitern aller Generationen. Sie kämpft gegen biologistisch-genetische Argumente in der Rollenverteilung der Geschlechter. Und sie fordert ein selbstbestimmtes Leben, das Männern und Frauen ermöglicht, geschlechter-gerecht zu arbeiten – in Führungspositionen, in der Produktion, in der Dienstleistung. Aus dem Blickwinkel zweier Generationen fordern die Autorinnen einen politischen wie gesellschaftlichen Umbau in einem Staat, der die Gleichstellung von Männern und Frauen nicht länger blockiert, sondern aus ureigenem Interesse fördert: einer zukunftsweisenden Gesellschaftsund Wirtschaftspolitik zum Nutzen.

Die Autorinnen:

Inge Wettig-Danielmeier (r.), SPD-Politikerin und Feministin, war von 1981 bis

1992 Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen

(ASF) und von 1991 bis 2007 Bundesschatzmeisterin ihrer Partei. Von 1990 bis

2005 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages.

Katharina Oerder (l.). Katharina Oerder ist SPD-Politikerin, bei den Jusos aktiv,

Feministin und Arbeitspsychologin.

Mehr Infos unter http://www.vorwaerts.de/artikel/dranbleiben

http://www.vorwaerts.de/artikel/fuer-die-reale-gleichberechtigung

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